fridays for future, students for future

…und wir sind auch dabei. Unser Beiratsmitglied Magdalena Schumacher ist in diesem Themenbereich aktiv – wenn auch nicht vor Ort, sondern in Hannover, wohin sie studienbedingt verzogen ist. Wir wünschen viel Erfolg!!!

Lena links neben der Fahnenträgerin

 

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NDR dreht zum Thema Biber am „Letzten Heller“

Seit eineinhalb Jahren steht die Zusage zum Bau eines Schutzzaunes für die Biber an der Werra entlang der Bundesstraße 80 in Höhe des Kraftwerks „Letzter Heller“. Der jüngst überfahrene Biber war bereits das dritte Tier an der gleichen Stelle zwischen Hann. Münden und Hedemünden und nicht nur wir vom  NABU Altkreis Münden fragen uns, warum das noch passieren musste. Diese Frage stellte das Fernseh-Team des Norddeutschen Rundfunks auch den an der Planung beteiligten Behörden. Biberberaterin Britta Waldmann zeigte der Redakteurin die örtlichen Gegebenheiten und beschrieb die Problematik, warum die Tiere an dieser Stelle die Werra verlassen müssen. Zu sehen ist der Beitrag am Donnerstag, 2. Mai 2019 um 19.30 Uhr im NDR in der Sendung „Hallo Niedersachsen“.

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Das Unmögliche möglich machen – Nachfolger in der Beweidung gesucht

Weidetiere… sind mittlerweile etwas echt Exotisches geworden. Wie oft wir erleben, dass Eltern ihren Kindern unsere Schafe als Ziegen vorstellen… man könnte darüber lachen, wenn es nicht Teil dieser traurigen Geschichte wäre.

Eigentlich ist es die Geschichte von uns Menschen, von denen viele gerne Fleisch essen. Seit einigen Jahrzehnten aber „wohnt“ das Masthähnchen, das Mastschwein und auch das Rind in vier Wänden. Teilweise sogar mit Fußbodenheizung. Wie es den Tieren darin geht… ist mindestens wenig sichtbar. Was vielen Menschen gar nicht so unrecht ist. Fleisch ist ein „Produkt“. Dass ein Schlachttier wie Hund und Katz eine Persönlichkeit haben könnte, wohlmöglich den Wunsch nach Licht und Luft verspürt, ist schnell verdrängt, wenn der Preis 3.99 pro kg lautet. „Tierwohl“ in Stufen… welche Stufe würde hier ein Weidetier wie ein Schaf wohl erreichen? Ist es doch auch bei Regen draußen, auf nicht angewärmten Boden, auf mageren Flächen grasend? Würde man das Wildschwein fragen, ob es mit seinen auf Spalten gehaltenen Stallverwandten tauschen wollte… meinen Sie es würde energisch nicken oder mit hoch erhobenen unkupiertem Schwanz ins Unterholz „verduften“? Und dabei bekommen sie im ganz zeitigen Frühjahr schon ihre Frischlinge bei nicht immer freundlichem Wetter. Wie weit hat sich unsere Vorstellung entfernt von dem, was Tierwohl tatsächlich ist?

Über die Jahrtausende hat der Mensch Tiere domestiziert um unabhängig vom Jagdglück Nahrung verfügbar zu haben. Schon in der Steinzeit wurde dazu die Waldweide im Sommer genutzt. Laubheu wurde geschnitten um die Vorfahren unserer Nutztierrassen durch den Winter zu bringen. Wolle war wichtig für die Kleidung, Horn für Knöpfe. Und das Fleisch… war mit Sicherheit von einer Qualität, wie sie die meisten Menschen unserer Zivilisationsgesellschaft gar nicht mehr kennen. Da schrumpelte nichts im Topf und unerklärliches Wasser trat aus. Der Geschmack war geprägt durch Wiesenkräuter. Die Gesundheit der Tiere war durch eben jene Kräuter viel stabiler als in den heutigen Haltungsformen mit Sojaschrot und Weidelgrasmonotonie. Es ist selten, dass durch den Menschen Natur an Vielfalt gewinnt. Doch in dem Maße, wie über die Jahrtausende verschiedene Nutztierrassen entstanden, prägte deren Haltung die Kulturlandschaft. Enge Verknüpfungen entstanden, die wir heute erst zum Teil verstehen . Wie wichtig beispielsweise der Zug der Schafe über Weidelandschaften war, welche Arten so entstanden und verbreitet wurden, hat sich eigentlich erst deutlich gezeigt, als eben diese Haltungsform fast zum Erliegen kam. Wussten Sie, dass Schnecken und Schrecken auf dem Rücken der Schafe reisen und unzählige Pflanzensamen in jedem Wollvlies und in den Klauenzwischenspalten mitgenommen und wieder verloren werden? Und was passiert, wenn Schafe nicht mehr von einer Fläche zur nächsten gelangen und die Beweidung verschwindet?

Insektensterben. Vogelsterben. Viele Ursachen, aber ein großer Teil von Ihnen liegt in den veränderten landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsformen.

Weidetierhaltung kostet Geld. Und weder Verbraucher noch der Staat will diese Kosten tragen. Ob Landschaftspflegeverband oder Naturparke… geredet wird viel darüber, wie wichtig die Weidetierhaltung ist. Aber die Unterstützung für Interessierte oder die wenigen verbliebenen Halter… die ist eben nicht da.

Für 2 Flächen im Naturschutzgebiet Ossenberg-Fehrenbusch suchen wir eine/n Nachfolge/r in der Beweidung. Durch meinen Umzug in den Solling ist eine Fortführung der Beweidungsprojekte hier schwierig.

Wir hatten bereits eine Anzeige geschaltet. Darauf haben sich immerhin 2 Interessenten gemeldet, die aber leider nicht geeignet waren.

Ich bin ein positiver Mensch. Ich glaube daran, dass es in der nächsten Generation Menschen gibt, die nicht nur zuschauen wollen wie Arten verschwinden. Ich glaube daran, dass es Wissbegierige gibt, die neugierig erkunden wollen, wie unfassbar viel in der Natur mit Weidetierhaltung einhergeht. Ich glaube daran, dass es verantwortungsvolle Menschen gibt, denen klar ist, dass Weidetiere im Winter Heu benötigen und im Notfall auch einen Stall. Die verstehen, dass man Hirte im besten Sinne des Wortes sein muss. Jeden Tag im Jahr.

Am Anfang erscheint alles zu viel zu sein um den Schritt in die Weidetierhaltung zu wagen. Worauf lässt man sich da ein? Was braucht es für eine verantwortungsvolle Tierhaltung? Gefällt mir die Arbeit da draußen überhaupt? Bin ich vielleicht ein Mensch, der diesen Ausgleich zum Beruf sucht? Im Kreis joggen, den Hund lüften, Fitnessstudio… einen Blumenstrauss ins Haus holen um die Jahreszeiten zu spüren?

Weidetierhaltung ist körperlicher Ausgleich, SINNvolle Tätigkeit, Arbeit MIT den Tieren und mitten in der Natur an Plätzen, die sonst kaum einer kennt. Jahreszeiten erleben… nicht nur die 4 bekannten, sondern auch die Zwischenzeiten und wohlmöglich auch die 5. Jahreszeit, die Lammzeit. Schäfer hören nie ganz auf. Auch die ganz alten Schäfer haben noch 2 oder 3 Muttern belegt im Stall. Weil diese unglaubliche Lebensfreude dieser Bocksprünge vollführenden Lämmer süchtig macht. Jedes Jahr auf Neues will man das erleben dürfen. Das ist ein erarbeitetes Geschenk.

Es ist Privileg, Chance etwas zu verändern, Arbeit und Freude, Verantwortung und Sorge sowie Glück. Am sprichwörtlichen Ende steht neben dem Nutzen für die Natur ein Produkt, dass die Familie ernährt. In einer Qualität, die ihresgleichen sucht. Kein Schnäppchen, aber etwas mit eigener Hände Arbeit Erzeugtes.

Wenn Sie Interesse haben, vielleicht sich schon mal wage überlegt haben, ob Weidetierhaltung auch IHR Ding wäre… dann schauen Sie uns doch einfach mal über die Schulter. Im Juni starten wir wieder die Beweidung im NSG. Trotz der Entfernung. Weil es unvorstellbar erscheint die Arbeit von Jahren aufzugeben: Eine verschollene Orchideenart ist wieder aufgetaucht. Eine Masterarbeit der Uni bestätigte den guten Zustand der beweideten Fläche. Ein leider einsamer Ausreißer unter den kleinen verinselten Magerrasenflächen im Landkreis. Fragen Sie uns! Seien Sie neugierig. Geben Sie sich selbst input, Stoff zum nachdenken… nur zusehen?“ Früher war alles besser“ oder „was kann einer schon bewegen“ murmeln?

Ich komme aus keinem landwirtschaftlichen Hintergrund. Ich war über 40 als ich das erste Schaf auch nur angefasst habe. Man kann alles lernen wenn man will. Als ich nach meinem Schafhalterkurs die ersten 7 Schafe und 2 Ziegen angeschafft habe, da war das ein unfassbar großer Schritt. Es wäre auch in Ordnung gewesen, wenn es in dieser Dimension geblieben wäre. Es hätte gereicht um diese beiden Flächen bei Ossenfeld zu erhalten. Das ist allein schon unfassbar wertvoll. In meinem Fall führte die Liebe in den Solling. Wir halten hier über 100 Schafe und Ziegen – ebenfalls auf Biotopflächen. Denn das Problem der verschwindenden Weidetierhaltung zieht sich durchs ganze Land. Wie gerne würden wir uns auf die Arbeit vor Ort beschränken können. Es braucht einen. Einen der nicht immer nur die Ursachen sucht und benennt. Sondern einen, der handelt. Sind Sie es?

 

Sabine Zwolinski

http://www.sollingschaf.wordpress.com

 

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Der Zaun steht!

Rechtzeitig vor der Laichsaison steht auch in diesem Jahr unser Amphibienfangzaun in Ossenfeld. In starken Jahren wandern hier bis zu 1000 Amphibien, die nun sicher die Kreisstraße überwinden können  – durch den Taxidienst von Robert Schumacher, der jeden Morgen und jeden Abend die Eimer leert. Wenn Sie hier helfen möchten, wenden Sie sich bitte an info@nabu-muenden.de Unter anderem muss eine Statistik geführt werden. Zudem sucht er verzweifelt nach Schwachstellen im Zaun, wenn die Eimer leer sind, obwohl die Amphibien wandern. Er freut sich aber über Mithelfer, die ihm nach Absprache unter die Arme greifen.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Helfern – es waren sogar 2 mehr als auf dem Foto. Wir finden es wunderbar, dass sich auch Ossenfelder für den Amphibienschutz vor Ort einbringen.

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full house auf dem Ossenfelder Bahndamm im Naturschutzgebiet

Unverhofft kommt oft: Auch in diesem Jahr pflegte die Biologische Schutzegmeinschaft mit dem NABU Altkreis Münden im Naturschutzgebiet Ossenberg-Fehrenbusch ihr Pflegegebiet: Zwei orchideenreiche Magerrasen auf dem Ossenfelder Bahndamm. In den letzten Jahren war es u.a. durch einen Schnittkurs gelungen das Gebiet zu erweitern, so dass eine Beweidung installiert werden konnte. Wie gut das dem Gelände tut, zeigt u.a. das Wiederauftauchen einer in den 80er Jahren hier verschollenen Orchideenart. Helfer für die jährliche Pflege im Winterhalbjahr zu finden… gestaltet sich indes nicht immer einfach. Vollkommen vom Donner gerührt ist man als altgedientes NABU-Mitglied, wenn die BSG mal eben mit 30 Helfern um die Ecke biegt und somit insgesamt fast 40 Helfer auf den beiden Flächen tätig sind. Ich glaube… davon werden wir noch Jahre erzählen und Ihr glaubt gar nicht, wieviel Kraft Ihr uns in unserer Naturschutzarbeit mit Eurer Teilnahme gegeben habt!

Wir danken den „Biodifflern“ (Studenten der Biodiversität) aus Göttingen und den Kollegen der BSG sowie allen anderen Helfern aufs Allerherzlichste für die Unterstützung. Eines dermaßen jungen Altersdurchschnitt hatten wir noch nie 😉

Hier die eine Hälfte der Teilnehmer (die andere weilte auf der anderen Fläche)

Für den NABU Altkreis Münden

Sabine Zwolinski

 

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Sieben Schwalbennester zieren Fassade von Einfamilienhaus

„Sieben Schwalbennester – und alle sind wieder besetzt“, darüber freut sich Jürgen Schulz aus dem Staufenberger Ortsteil Lutterberg. Seit etwa zehn Jahren brüten Mehlschwalben an seiner Hausfassade. Neben drei fertigen Doppelnestern haben die Kolonienbrüter jüngst noch ein selbstgebautes Nest bezogen. Und das Doppelnest, das Jürgen Schulz zusammen mit der Auszeichnung für sein schwalbenfreundliches Haus aus den Händen von Britta Waldmann (NABU Altkreis Münden) erhielt, will der Lutterberger im Herbst für die nächste Brutsaison anbringen.

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Möchten auch Sie an der Aktion „Schwalben willkommen“ des NABU Niedersachsen teilnehmen? Dann bewerben Sie sich jetzt!

 

Bild | Veröffentlicht am von

Wasserschutzpolizei mit Interesse am Biber

Neu sind Begegnungen mit einem Biber nicht für Polizeihauptkommissar Alexander Lorch, Leiter der Wasserschutzpolizei (WSP) mit Sitz in Kassel. Schon seit mehreren Jahren weiß er um einzelne Tiere im Zuständigkeitsbereich der WSP, der sich von Holzminden an der Weser, Rotenburg an der Fulda bis nach Wanfried an der Werra erstreckt. Erst jüngst wurden er und seine Kollegen gerufen, um einem Biber, der in eine Sackgasse an der Schleuse in Bonaforth geraten war, wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Umso mehr lag NABU-Biberberaterin Britta Waldmann daran, mit den Menschen, die in solchen Fällen gerufen werden, in Kontakt zu treten.

Das Treffen diente dem Austausch von Wissen um die Lebensansprüche der Nagetiere, die sich von Kassel kommend, die Fulda entlang, Richtung Hann. Münden einen Weg bahnen. Und als Möglichkeit, in Zukunft als Biberberaterin  durch solche Einsätzen wichtige Erkenntnisse für das Bibermonitoring in unseren Flüssen zu erhalten.IMG_1027

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