Aktion Teich in Ossenfeld

Der Teich in Ossenfeld ist nicht nur dekorativer Teil des beliebten Grill- und Kinderspielplatzes, sondern auch ein Biotop, in dem jedes Jahr die Amphibien der Umgebung ablaichen. Häufige Gäste sind Erdkröten, Laubfrösche und Molche. Aber auch sehr viele unterschiedliche Libellen sind hier zuhause. Vom Bewuchs her ist er eher durchschnittlich, botanische Schätze sind bisher nicht gesichtet.

Eine Menge Biomasse hat sich im Laufe der Zeit gebildet und droht den Teich zu ersticken, eine Gefahr die durch den niedrigen Wasserstand noch verstärkt wurde.

Dem Aufruf zur Rettung des Teiches sind dann immerhin sieben Helfer gefolgt, teils vom NABU und eben auch vom Verschönerungsverein Ossenfeld, in gleicher Verteilung (Einer gehörte beiden an, der Fotograf).

Es war ein prima Team, dass mächtig zugelangt hatte und innert 3 Stunden einen riesen Berg Biomasse – ca. 70 Schubkarren – aus dem Teich holte. Vieles davon war unter dem Wasserspiegel verborgen, z.B. Algen und Pflanzenreste. Bis in den Teich hinein ragte der Tannenwedel und auch etwas Fieberklee. Mächtige Wurzeln mussten gezogen werden, einige davon Mannsarm dick.

Drei Helfer standen mit Wathosen im Wasser, einer direkt am Ufer und drei sorgten für das Beladen der Schubkarren und den Abtransport. Es war ein Arbeiten Hand in Hand.



Der Erfolg konnte sich sehen lassen, der Teich ist nun für’s Erste wieder zu einem großen Teil frei, wobei die Uferbereiche erhalten blieben, um den Amphibien und auch dem Entennachwuchs Deckung zu geben.

[vorher, bei einem höheren Wasserstand und nachher]
Nächstes Jahr werden wir zu änlicher Zeit in einer weiteren Aktion auch den Rest noch bearbeiten und auch der Zufluss bedarf noch einer Sanierung, damit der Teich wieder genügend Wasser bekommt.

Vielen Dank an die fleißigen Helfer, es war ein Vergnügen und prima Teamwork.

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Aktion Teich am 26.10.2019

Der Teich in Ossenfeld benötig unsere Hilfe. Eine Menge Biomasse hat sich im Laufe der Zeit gebildet und droht den Teich zu ersticken, was durch den niedrigen Wasserstand noch verstärkt wird.
Zusammen mit Helfern des Verschönerungsvereins in Ossenfeld wollen wir den Teich nun „entrümpeln“ und Algen und auch überbordende Pflanzen dem Teich entnehmen. Es wird eine nasse Arbeit, bei der wir vor Allem Helfer am Ufer benötigen, welche die Pflanzen in Empfang nehmen von denen, die mit Wathosen und langen Gummihandschuhen im Teich die Algen und Pfanzen an das Ufer bringen. Im Wasser haben wir ausreichend Helfer (hoffe ich), am Ufer weniger. Es gilt die „Biomasse“ per Schubkarre abzufahren und an unbedenklicher Stelle abzuladen und zu verteilen, damit sie zügig vermodern kann ohne zu stören.
Der Teich ist DER Amphibien Leichplatz im Umkreis von Ossenfeld und ist auch aus diesem Grund wichtig für uns.

Wer mag helfen?
Samstag am 26.Okt. um 10Uhr geht es los. Niemand muss bis zum Schluss oder von Anfang an dabei sein, jeder hilft wie er kann.
Als Werkzeug bringt bitte eine Mistgabel und/oder eine Harke mit. Gummihandschuhe und wasserfeste Kleidung sind ebenfalls nützlich.
Wir freuen uns auf Euch.

Hier sah der Teich noch recht passabel aus…
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Aktion Schwalbenfreundliches Haus

Schwalbenfreunde in Bühren

Auf unserem NABU Stand auf dem Bauernmarkt in Hann. Münden schprach uns eine Familie an und berichtete von den vielen Schwalben an und um ihr Haus herum, die dort am Haus ihre Nester gebaut haben und auch in der Umgebung reichlich Nahrung finden. Es sind sowohl Mehl- als auch Rauchschwalben, die dort ein gutes und sicheres Zuhause vorfinden.

Uns, vom NABU Altkreis Münden e.V., war dies natürlich eine großes Lob und eine Schwalbenplakette mit Urkunde wert.

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Mittendrin – beim Bauernmarkt in Hann. Münden

Reges Interesse herrschte am Stand mit Info-Materialien des NABU Altkreis Münden während des Hann. Mündener Bauernmarktes.
Foto: B. Waldmann
Betreuten den NABU-Stand bei schönstem Bauernmarkt-Wetter (v.l.): Helene Ketteritzsch, Britta Waldmann, Lena Schumacher, Robert Schumacher und Stefan Schäfer.
Foto: Sabine Zwolinski
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fridays for future, students for future

…und wir sind auch dabei. Unser Beiratsmitglied Magdalena Schumacher ist in diesem Themenbereich aktiv – wenn auch nicht vor Ort, sondern in Hannover, wohin sie studienbedingt verzogen ist. Wir wünschen viel Erfolg!!!

Lena links neben der Fahnenträgerin

 

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NDR dreht zum Thema Biber am „Letzten Heller“

Seit eineinhalb Jahren steht die Zusage zum Bau eines Schutzzaunes für die Biber an der Werra entlang der Bundesstraße 80 in Höhe des Kraftwerks „Letzter Heller“. Der jüngst überfahrene Biber war bereits das dritte Tier an der gleichen Stelle zwischen Hann. Münden und Hedemünden und nicht nur wir vom  NABU Altkreis Münden fragen uns, warum das noch passieren musste. Diese Frage stellte das Fernseh-Team des Norddeutschen Rundfunks auch den an der Planung beteiligten Behörden. Biberberaterin Britta Waldmann zeigte der Redakteurin die örtlichen Gegebenheiten und beschrieb die Problematik, warum die Tiere an dieser Stelle die Werra verlassen müssen. Zu sehen ist der Beitrag am Donnerstag, 2. Mai 2019 um 19.30 Uhr im NDR in der Sendung „Hallo Niedersachsen“.

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Das Unmögliche möglich machen – Nachfolger in der Beweidung gesucht

Weidetiere… sind mittlerweile etwas echt Exotisches geworden. Wie oft wir erleben, dass Eltern ihren Kindern unsere Schafe als Ziegen vorstellen… man könnte darüber lachen, wenn es nicht Teil dieser traurigen Geschichte wäre.

Eigentlich ist es die Geschichte von uns Menschen, von denen viele gerne Fleisch essen. Seit einigen Jahrzehnten aber „wohnt“ das Masthähnchen, das Mastschwein und auch das Rind in vier Wänden. Teilweise sogar mit Fußbodenheizung. Wie es den Tieren darin geht… ist mindestens wenig sichtbar. Was vielen Menschen gar nicht so unrecht ist. Fleisch ist ein „Produkt“. Dass ein Schlachttier wie Hund und Katz eine Persönlichkeit haben könnte, wohlmöglich den Wunsch nach Licht und Luft verspürt, ist schnell verdrängt, wenn der Preis 3.99 pro kg lautet. „Tierwohl“ in Stufen… welche Stufe würde hier ein Weidetier wie ein Schaf wohl erreichen? Ist es doch auch bei Regen draußen, auf nicht angewärmten Boden, auf mageren Flächen grasend? Würde man das Wildschwein fragen, ob es mit seinen auf Spalten gehaltenen Stallverwandten tauschen wollte… meinen Sie es würde energisch nicken oder mit hoch erhobenen unkupiertem Schwanz ins Unterholz „verduften“? Und dabei bekommen sie im ganz zeitigen Frühjahr schon ihre Frischlinge bei nicht immer freundlichem Wetter. Wie weit hat sich unsere Vorstellung entfernt von dem, was Tierwohl tatsächlich ist?

Über die Jahrtausende hat der Mensch Tiere domestiziert um unabhängig vom Jagdglück Nahrung verfügbar zu haben. Schon in der Steinzeit wurde dazu die Waldweide im Sommer genutzt. Laubheu wurde geschnitten um die Vorfahren unserer Nutztierrassen durch den Winter zu bringen. Wolle war wichtig für die Kleidung, Horn für Knöpfe. Und das Fleisch… war mit Sicherheit von einer Qualität, wie sie die meisten Menschen unserer Zivilisationsgesellschaft gar nicht mehr kennen. Da schrumpelte nichts im Topf und unerklärliches Wasser trat aus. Der Geschmack war geprägt durch Wiesenkräuter. Die Gesundheit der Tiere war durch eben jene Kräuter viel stabiler als in den heutigen Haltungsformen mit Sojaschrot und Weidelgrasmonotonie. Es ist selten, dass durch den Menschen Natur an Vielfalt gewinnt. Doch in dem Maße, wie über die Jahrtausende verschiedene Nutztierrassen entstanden, prägte deren Haltung die Kulturlandschaft. Enge Verknüpfungen entstanden, die wir heute erst zum Teil verstehen . Wie wichtig beispielsweise der Zug der Schafe über Weidelandschaften war, welche Arten so entstanden und verbreitet wurden, hat sich eigentlich erst deutlich gezeigt, als eben diese Haltungsform fast zum Erliegen kam. Wussten Sie, dass Schnecken und Schrecken auf dem Rücken der Schafe reisen und unzählige Pflanzensamen in jedem Wollvlies und in den Klauenzwischenspalten mitgenommen und wieder verloren werden? Und was passiert, wenn Schafe nicht mehr von einer Fläche zur nächsten gelangen und die Beweidung verschwindet?

Insektensterben. Vogelsterben. Viele Ursachen, aber ein großer Teil von Ihnen liegt in den veränderten landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsformen.

Weidetierhaltung kostet Geld. Und weder Verbraucher noch der Staat will diese Kosten tragen. Ob Landschaftspflegeverband oder Naturparke… geredet wird viel darüber, wie wichtig die Weidetierhaltung ist. Aber die Unterstützung für Interessierte oder die wenigen verbliebenen Halter… die ist eben nicht da.

Für 2 Flächen im Naturschutzgebiet Ossenberg-Fehrenbusch suchen wir eine/n Nachfolge/r in der Beweidung. Durch meinen Umzug in den Solling ist eine Fortführung der Beweidungsprojekte hier schwierig.

Wir hatten bereits eine Anzeige geschaltet. Darauf haben sich immerhin 2 Interessenten gemeldet, die aber leider nicht geeignet waren.

Ich bin ein positiver Mensch. Ich glaube daran, dass es in der nächsten Generation Menschen gibt, die nicht nur zuschauen wollen wie Arten verschwinden. Ich glaube daran, dass es Wissbegierige gibt, die neugierig erkunden wollen, wie unfassbar viel in der Natur mit Weidetierhaltung einhergeht. Ich glaube daran, dass es verantwortungsvolle Menschen gibt, denen klar ist, dass Weidetiere im Winter Heu benötigen und im Notfall auch einen Stall. Die verstehen, dass man Hirte im besten Sinne des Wortes sein muss. Jeden Tag im Jahr.

Am Anfang erscheint alles zu viel zu sein um den Schritt in die Weidetierhaltung zu wagen. Worauf lässt man sich da ein? Was braucht es für eine verantwortungsvolle Tierhaltung? Gefällt mir die Arbeit da draußen überhaupt? Bin ich vielleicht ein Mensch, der diesen Ausgleich zum Beruf sucht? Im Kreis joggen, den Hund lüften, Fitnessstudio… einen Blumenstrauss ins Haus holen um die Jahreszeiten zu spüren?

Weidetierhaltung ist körperlicher Ausgleich, SINNvolle Tätigkeit, Arbeit MIT den Tieren und mitten in der Natur an Plätzen, die sonst kaum einer kennt. Jahreszeiten erleben… nicht nur die 4 bekannten, sondern auch die Zwischenzeiten und wohlmöglich auch die 5. Jahreszeit, die Lammzeit. Schäfer hören nie ganz auf. Auch die ganz alten Schäfer haben noch 2 oder 3 Muttern belegt im Stall. Weil diese unglaubliche Lebensfreude dieser Bocksprünge vollführenden Lämmer süchtig macht. Jedes Jahr auf Neues will man das erleben dürfen. Das ist ein erarbeitetes Geschenk.

Es ist Privileg, Chance etwas zu verändern, Arbeit und Freude, Verantwortung und Sorge sowie Glück. Am sprichwörtlichen Ende steht neben dem Nutzen für die Natur ein Produkt, dass die Familie ernährt. In einer Qualität, die ihresgleichen sucht. Kein Schnäppchen, aber etwas mit eigener Hände Arbeit Erzeugtes.

Wenn Sie Interesse haben, vielleicht sich schon mal wage überlegt haben, ob Weidetierhaltung auch IHR Ding wäre… dann schauen Sie uns doch einfach mal über die Schulter. Im Juni starten wir wieder die Beweidung im NSG. Trotz der Entfernung. Weil es unvorstellbar erscheint die Arbeit von Jahren aufzugeben: Eine verschollene Orchideenart ist wieder aufgetaucht. Eine Masterarbeit der Uni bestätigte den guten Zustand der beweideten Fläche. Ein leider einsamer Ausreißer unter den kleinen verinselten Magerrasenflächen im Landkreis. Fragen Sie uns! Seien Sie neugierig. Geben Sie sich selbst input, Stoff zum nachdenken… nur zusehen?“ Früher war alles besser“ oder „was kann einer schon bewegen“ murmeln?

Ich komme aus keinem landwirtschaftlichen Hintergrund. Ich war über 40 als ich das erste Schaf auch nur angefasst habe. Man kann alles lernen wenn man will. Als ich nach meinem Schafhalterkurs die ersten 7 Schafe und 2 Ziegen angeschafft habe, da war das ein unfassbar großer Schritt. Es wäre auch in Ordnung gewesen, wenn es in dieser Dimension geblieben wäre. Es hätte gereicht um diese beiden Flächen bei Ossenfeld zu erhalten. Das ist allein schon unfassbar wertvoll. In meinem Fall führte die Liebe in den Solling. Wir halten hier über 100 Schafe und Ziegen – ebenfalls auf Biotopflächen. Denn das Problem der verschwindenden Weidetierhaltung zieht sich durchs ganze Land. Wie gerne würden wir uns auf die Arbeit vor Ort beschränken können. Es braucht einen. Einen der nicht immer nur die Ursachen sucht und benennt. Sondern einen, der handelt. Sind Sie es?

 

Sabine Zwolinski

http://www.sollingschaf.wordpress.com

 

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