Rückblick auf die NAJU Veranstaltung am 10.9.2013: Ahuuuuu! War das ein Wolf?

6 Kinder… die NAJU Münden hat die Startphase hinter sich gelassen 😉

Heute haben wir viiiiiiel gelernt. Unsere Wolfsbotschafterin Christiane Schröter-Kunze hatte ja so viel zu erzählen. Warum wächst ein Rudel nicht immer weiter? Was fressen Wölfe und was sollen sie nicht fressen? Also ich wäre beispielsweise sehr unglücklich, wenn ein Wolf meine mir sämtlich alle mit Namen bekannten Schafe holen würde. Also was muss der Wolf dann lernen und zwar bereits in jungen Jahren??? Schaf tut weh. Und zwar richtig.

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Das ist mal so eine Beispiel aus dem Alltag der Landschaftspflege. Über Stock und Stein, Hänge rauf und runter, um die Schlehen Drumherum und dazu der ständige Freischnitt, weil Weidenröschen und Brennnesseln versuchen sich an den Zaun zu lehnen. Und die Litze oben drüber… ist dann das i Tüpfelchen. In diesem Fall war es zugleich die Sprungsicherung der Ziegen 😉 Aber der werte Wolf bekäme es hier zumindest auch sehr schwer gemacht.

Wir lernten aber auch, dass wir hier gar nicht das große alleinige Feindbild aufzubauen brauchen – da gibt es noch etliche andere Kandidaten, die – wie wir – gerne Schaf verzehren. Der Luchs? Schon da. Der Fuchs? Ja so ein schwächliches Lamm auch für ihn eine nette Beute… und ein freilaufender Hund, der mal mit Anlauf die Schafe scheucht… und Fehlgeburten bei den Schafen zur Folge haben kann, während der Besitzer mit dem wieder eingefangenen Hundi schon längst wieder in der heimischen Stube sitzt. Selbst Wildschweine, die sauer über das neue Hindernis versuchen durch die Netze zu kommen… die Schäfer haben so manche Sorge, deren Grundlage das ein oder andere Tier ist.

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Wölfe sind spannende Tiere mit höchst interessantem Sozialverhalten. Da müssen die Halbwüchsigen auf die kleinen Geschwister aufpassen und die Dreijährigen müssen in die weite Welt hinaus. Irgendwann kommen sie auch wieder bei uns an. Und die NAJU-Mitglieder wissen schon ganz genau, was sie tun, wenn sie tatsächlich mal einem eigentlich so vorsichtigen und scheuen Wolf begegnen würden. Nein. Natürlich nicht wegrennen 😉 Stehen bleiben und schauen. Und falls der Wolf vertrieben werden sollte, dann laut klatschen und mit den Armen winken und dazu laut Rufen.

Spaß hat es gemacht und wir werden das Thema noch vertiefen:

Am Samstag, 28. September von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr gehen wir dann wie ein Wolfsexperte ausgerüstet im Wald auf Spurensuche. Gäbe es im Bramwald bei Volkmarshausen genug zu fressen für einen Wolf? Welche Unterschiede gibt es zwischen einer Rehspur und einer Wildschweinspur? Warum sind Wolfsfährten so schwer von Hundefährten zu unterscheiden? Wie markiert ein Wolf sein Revier? Wer waren Bärbel und Reinhard? Es wird auf alle Fälle ein spannender Tag im Wald, auch wenn wir einem echtem Wolf sicherlich nicht begegnen werden. Vergiss Deine Becherlupe, einen Zollstock sowie ein kleines Frühstück für die Pause nicht.

Wir freuen uns auf Deinen Besuch! Jeder ab der 3. Klasse (nach oben offen) kann kommen. Du musst kein NABU-Mitglied sein, Du musst Dich aber unbedingt für diesen Tag bei uns anmelden: Telefonnummer: 05541 12321  oder sonst via mail an: info@nabu-muenden.de. Kinder, die das erste Mal zu unserem NAJU-Treffen kommen, müssen das Anmeldeformular auf der NABU-Seite: www.nabumuenden.wordpress.com aus Versicherungsgründen ausgefüllt abgeben.

 

 

 

 

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Über frauenschuh

Schaf- und Ziegenhalterin, 1. Vorsitzende NABU Dassel-Einbeck, Beiratsmitglied NABU Altkreis Münden, Apothekerin. Motto? Wir haben nur dieses eine Leben! Dieses eine, wunderbare Leben!!!
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