Igel im Herbst – Welche Igel brauchen Hilfe?

Igel sind im Herbst emsig damit beschäftigt sich eine dicke Fettschicht anzufressen. So können sie die nahrungsarme Winterzeit als Insektenfresser gut verschlafen.
Manchmal sieht man im November noch tagsüber Igel auf der Futtersuche im Garten. Doch nicht jeder Igel, der jetzt noch zu sehen ist,  muss in menschliche Obhut genommen werden. Gesunde kleine Igel (>500 g) begeben sich erst viel später als ihre Eltern in das frostfreie und trockene  Winterschlafquartier. Sie sind in der Lage innerhalb kurzer Zeit noch viel Fett anzureichern. Ihnen kann durch Zufüttern von Dosenkatzenfutter, vermischt mit Haferflocken geholfen werden. Dieses sollte geschützt vor Katzen und Waschbären aufgestellt werden, z.B. unter einer durch 4 Steine aufgebockten Steinplatte. Dem Igel kann durch das Zufüttern der Stress einer Überwinterung im Haus erspart bleiben.

Hilfe benötigen dagegen kranke, schwache und verletzte Igel sowie Igelsäuglinge oder bei Schnee oder Dauerfrost tagsüber herumirrende Igel.
Diese Findlinge sollten dem Tierarzt vorgestellt werden, bei Bedarf vermittelt er die Igel dann an „Pflegeeltern“ weiter.
Außerhalb der Sprechzeiten bitte an das Tierärztliche Institut in Göttingen wenden (0551 – 3933387).
Zudem gibt es westlich von Kassel in Zierenberg ein „Igelkrankenhaus“ die Igel-Arche, deren Experte Ihnen mit Rat und Tat zur Verfügung steht (05606 – 551 68 46  oder     017 44 812 591).

Weitere Infos rund um den Igel gibt es auf der Internetseite: www.pro-igel.de sowie bei Notfällen über die Igel-Hotline: Tel. 01 80 / 55 55 95 51.

Die Kinder unserer NAJU bauten diese Woche mit Begeisterung im Forstbotanischen Garten einen Igelunterschlupf mit ganz viel Laub, Reisig und viel viel Spaß!

Die Nachahmung für den eigenen Garten ist auf alle Fälle sehr empfehlenswert!!

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